Die allererste Fotografie, die jemals in Deutschland gemacht wurde.
Text und Abbildungen Klaus Brendler (Geschichtswerkstatt Dresden-Nordwest)

Der deutsche Physiker, Astronom und Optiker Carl August von Steinheil (1801-1870) hatte gemeinsam mit dem Schriftsteller und Professor für Mineralogie Franz Ritter von Kobell (1803 - 1882) im Herbst 1838 als "allererste Fotografie …" die Türme der Münchener Frauenkirche aufgenommen. Die "tubusförmige Kamera aus verschiebbaren Pappröhren" hatte von Steinheil selbst konstruiert.

Der in Rappoltsweiler (heute Ribeauvillé /Frankreich) geborene Carl August von Steinheil gilt als Begründer der wissenschaftlichen Telegraphie. Er entdeckte die elektrische Leitfähigkeit der Erde, entwickelte und konstruierte einen Telegraphenapparat sowie mehrere optische, astronomische und elektrische Geräte.

Im Jahre 1849 trat der als Professor für Mathematik und Physik an der Universität München tätige Carl August von Steinheil in österreichische Dienste. "Als Vorstand des Departements für Telegraphie im Handelsministerium erneuerte und erweiterte er das Telegraphensystem und beteiligte sich 1850 auch an der Gründung des Deutsch-Österreichischen Telegraphenvereins." (1).

Durch seine Mitwirkung wurde auf den Konferenzen dieses Vereins die Einführung des Morse-Apparates beschlossen. 1851 folgte Steinheil dem Ruf der Schweizer Regierung zur Errichtung des Telegraphenwesens.

Durch seine Mitwirkung wurde auf den Konferenzen dieses Vereins die Einführung des Morse-Apparates beschlossen. 1851 folgte Steinheil dem Ruf der Schweizer Regierung zur Errichtung des Telegraphenwesens.

Im Jahre 1852 kehrte er nach München zurück. Hier ist er 1870 gestorben. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München.

Seit dem 27. September 1935 trägt eine Straße in Dresden-Trachau den Namen des Carl August von Steinheil.

(1) Meyers Konversationslexikon, vierte Auflage, 1885-1892