Richard Peter sen. (1895-1977) "Dresden - eine Kamera klagt an"
Text und Abbildungen Klaus Brendler (Geschichtswerkstatt Dresden-Nordwest)


Der 1895 in Klein Jenkwitz (heute Jankowice Male / Polen) geborene Pressefotograf und Fotojournalist Richard Peter sen. wurde vor allem durch seine Aufnahmen vom zerstörten Dresden bekannt.

"Mit ihnen fand er eine wirksame Bildformel für den allgemeingültigen Schrecken des Bombenkrieges und die Zerstörung der Stadt Dresden im Besonderen. Nach seiner Heimkehr aus dem Krieg im Herbst 1945 war er über das unvorstellbare Ausmaß der Vernichtung schockiert. Schon bald dokumentierte er die in Trümmern liegende Stadt und später den beginnenden Wiederaufbau." (Sylvia Ziegner in Nordwest-Rundschau Nr.1/2011, S.4).

Der im Jahr 1950 bei der "Dresdener Verlagsgesellschaft" in einer Auflage von 50.000 Stück erschienene und bis heute nachgefragte Bildband "Dresden - eine Kamera klagt an", zeigt eine Auswahl dieser umfangreichen Sammlung. Richard Peter sen., der 1977 in Dresden verstarb und auf dem Heidefriedhof an der Moritzburger Landstraße seine letzte Ruhestatt fand, errang auch internationale Anerkennung und wurde 1961 mit dem Titel "Excellence FIAP" der internationalen Föderation für künstlerische Fotografie ausgezeichnet.





"Die Aufnahmen von Richard Peter sen. fanden im Zuge der Aufwertung der Fotografie ab den 1970er Jahren Eingang in Ausstellungen. Sie wurden durch Museen, wie das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, und sein Nachlass durch die Deutsche Fotothek erworben. Hinzu kamen Anfang der 1980er Jahre und 1995 Neuauflagen bzw. Reprints seines bekanntesten Bildbandes ‚Dresden - eine Kamera klagt an'." (Sylvia Ziegner in Nordwest-Rundschau Nr.1/2011, S.4).